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Webquests

Die Idee der Webquests gibt es schon seit 1995 und seitdem so gut wie alle Schüler/innen über Smartphones verfügen, lassen sich sich sehr leicht in jedem Unterricht durchführen. Eine Webquest ist eine komplexe Aufgabe, die mithilfe mehrerer Internet Recherchen gelöst werden soll.
Beispiel: Du arbeitest in einer Werbefirma und deine Chefin reist Ende des Monats  für zwei Tage nach Kings Cross, London zu einer Konferenz. Suche alle relevanten Informationen (Anreise, Flug, Hotel) und briefe deine Chefin über die Reise und deren Kosten.
Die Schüler/innen müssen dafür mehrere Recherchen anstellen: welche Flüge gibt es, welche kommen wegen der Kosten in Frage, welche Hotels wären günstig gelegen, etc.
Das Briefing kann dann z.B. in einer einfachen Variante als mündlich oder als eMail erfolgen. In einer etwas elaboriertern Version auch mit Powerpoint Präsentation und Excel Tabelle.

Bildersuche

Bilder helfen nicht nur Informationen besser zu speichern, sondern können auch den Unterricht beleben. Während meines Studiums ermutigten mich meine Professoren, möglichst viel Bildmaterial, von Gesichtern bis hin zu Werbung zu sammeln und diese für den Unterricht zu verwenden. Natürlich entfällt das Sammeln heutzutage und viele Lehrer/innen verwenden einfach die Google Bildersuche wenn sie Lehrinhalte illustrieren möchten. So zeige ich z.B. immer ein Bild von einem English Breakfast her, wenn es um die englische Küche geht.
Aber auch hier lässt sich die Kontrolle rasch an die Schüler/innen weitergeben, indem sie die Bilder einfach selbst auf ihren Smartphones suchen. Zwei Einsatzszenarien wären:
  1. Bildersuche, Beschreibung und Präsentation vor der Klasse
Die Schüler/innen suchen sich ein Bild zum Thema aus, z.B. lustige Werbeplakate zu “Advertisment”, beschreiben diese und präsentieren es in unter einer Minute vor der Klasse über den Beamer. Das Bild lässt sich schnell am Lehrer PC finden, da bei allen Bildern auch eine URL angegeben ist. Zumeist brauchst man nur den Suchbegriff und die Namen der Website angeben um das Bild wieder zu finden.
  1. Bildersuche und Ratespiel mit einem Partner
Alles Schüler/innen googlen nach dem gleichen Suchbegriff, z.B. “famous people”. In einer Partnerarbeit muß dann der jeweilige Partner mittels Fragen herausfinden für welche sich Bild sich sein Gegenüber entschieden hat, ohne dass es gezeigt wird, in etwa “Is the person a man or  a woman?”, “Is he old?”, usw.

Googeln

Oft ist es spannender und einprägsamer für die Lernenden, wenn sie nicht alle Informationen in einem Stück von der Lehrperson präsentiert bekommen, sondern zunächst einmal selbst forschend aktiv werden können.  Ein Beispiel aus dem Englisch-Unterricht: in einer Einheit über Business wird der englische Entrepreneur Richard Branson behandelt. Statt seine Biographie gemeinsam durchzulesen, googeln die Schüler zunächst einmal nach relevanten Informationen. 
Bransons Biographie wird dann im Anschluss kollektiv rekonstruiert, indem sich alle Schüler/innen mit denen ihnen am interessantesten scheinenden Details melden. Dadurch wird was sonst eine statische Leseübung gewesen wäre, zu einer dynamischen Diskussion.

YouTube Videos

War YouTube noch vor wenigen Jahren in Schulen absolut verpönt und von der IT Administration auf den PCs blockiert, hat sich die Einstellung zu Youtube (zumeist) radikal geändert. Mittlerweile ist YouTube, nicht zuletzt durch frühe Initiativen, wie der Khan Academy, zum weltweit wichtigsten digitalen Lern-Tool aufgestiegen. Dies belegen auch zahlreiche Umfragen, wie z.b. die des Centre for Learning & Performance Technologies:
Abgesehen davon, dass es Tutorials (Erklärvideos) zu fast alles Fächern und Lebensbereichen zu finden gibt, gibt es YouTube channels, die besonders für den Einsatz in der Schule geeignet sind: TED Talks, TED-Ed auf Englisch und TheSimpleClub auf Deutsch wären da zu nennen.
Ideal für den Unterricht in der Schule sind Kurzvideos zwischen drei und fünf Minuten. Dabei lassen sich natürlich nicht nur Tutorials einsetzen, sondern eine Reihe von anderen Formaten:
  • Nachrichten,
  • Expertenmeinungen
  • Filmszenen
  • Werbung (z.B. Super Bowl Ads)
  • Dokumentationen
  • Filme ohne Sprache/Ton (z.B. Mr. Bean) für Beschreibungen
  • uvm.
In den letzten Jahren hat vor allem das Modell des Flipped Classroom auf sich aufmerksam gemacht. Dabei wird der Stoff über Lernvideos, die als Hausaufgabe aufgegeben werden vermittelt. In der Schule bleibt dafür Zeit zum Üben und Festigen des Stoffes. Der Vorteil: die Schüler/innen können bei Problemen jederzeit